ABB setzt Wachstumskurs fort

 

In den heute veröffentlichten Ergebnissen des dritten Quartals wurden die Gesamtaufträge um 5 Prozent gesteigert und der Umsatz um 3 Prozent erhöht.


ABB setzt den eingeschlagenen Wachstumskurs fort: „Die Kombination aus konsequenter Marktorientierung und der Fokussierung auf wachstumsstarke Segmente wie Elektroladestationen, Robotik sowie Nahrungsmittel zahlt sich aus", so ABB-CEO Ulrich Spiesshofer. Zudem wurde die operative EBITA-Marge auf 12,9 Prozent verbessert, Software- und Serviceaufträge stiegen um 11 Prozent, was auch auf eine verstärkte Wachstumsdynamik durch ABB Ability TM zurückzuführen ist.

„Wir setzen unseren Wachstumskurs in allen Regionen konsequent fort. Im dritten Quartal haben wir die Gesamtaufträge um 5 Prozent gesteigert und den Umsatz um 3 Prozent erhöht. Zudem haben wir die Transformation des Geschäftsmodells der Division Stromnetze weiter vorangetrieben“, sagte Spiesshofer. „Die Division Elektrifizierungsprodukte und die Division Robotik und Antriebe konnten ihre Margen gegenüber dem Vorquartal verbessern. Die Divisionen Industrieautomation und Stromnetze zeigten im Berichtsquartal eine solide operative Performance“, so Spiesshofer. „Die Integration von B&R kommt gut voran, und mit der vor kurzem angekündigten Übernahme von GE Industrial Solutions festigen wir unsere Position als weltweite Nummer 2 in der Elektrifizierung, um unseren Anspruch einer hohen Wertschaffung zu erfüllen.“

Spiesshofer weiter:„Unser Hauptaugenmerk wird auch künftig auf profitablem organischem Wachstum liegen. Wir werden weiter unsere Hausaufgaben machen und mit geeigneten Maßnahmen sicherstellen, dass wir das Übergangsjahr 2017 erfolgreich abschließen. Darüber hinaus setzen wir den Abbau von Risiken im Portfolio fort und verschieben den Schwerpunkt unserer Aktivitäten weiter auf wachstumsstarke Segmente und eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit.“

Kurzfristiger Ausblick
Trotz anhaltender Unsicherheiten sind in Europa und den USA positive makroökonomische Signale zu erkennen, und für China wird weiterhin Wachstum erwartet. Die globalen Märkte weisen ein moderates Wachstum auf und werden durch geopolitische Spannungen in verschiedenen Teilen der Welt belastet. Der Ölpreis und Effekte aus der Währungsumrechnung werden das Unternehmensergebnis voraussichtlich weiterhin beeinflussen. 2017 bleibt für ABB ein Übergangsjahr.

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Konzernergebnis des 3. Quartals 2017

Auftragseingang
Der Gesamtauftragseingang legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5 Prozent zu (8 Prozent in US-Dollar). In allen Divisionen und Regionen legten die Basisaufträge (definiert als Aufträge unter 15 Millionen US-Dollar) solide zu: Sie stiegen um 6 Prozent (10 Prozent in US-Dollar). Großaufträge gaben dagegen 5 Prozent nach (4 Prozent in USDollar) und trugen 9 Prozent zum gesamten Auftragseingang bei, gegenüber 11 Prozent im Vorjahresquartal. Hier spiegelte sich die laufende Transformation des Geschäftsmodells von ABB wider. Der gegenüber dem dritten Quartal
2016 stabile US-Dollar führte beim Auftragseingang zu einem unveränderten Umrechnungseffekt von 0 Prozent. Änderungen im Geschäftsportfolio im Zusammenhang mit der Übernahme von B&R, der Verkauf des Hochspannungskabelgeschäfts sowie die Transformation des Geschäftsmodells hatten einen positiven Effekt von 3 Prozent auf den Gesamtauftragseingang.

Aufträge für Service und Software erhöhten sich insgesamt um 11 Prozent (12 Prozent in US-Dollar) und machten 18 Prozent des Gesamtauftragseingangs aus. In der Vorjahresperiode lag der Anteil bei 17 Prozent.

Der Auftragsbestand belief sich Ende September 2017 auf 23 424 Millionen US-Dollar und lag 1 Prozent tiefer (5 Prozent in US-Dollar) als im September 2016. Das Book-to-Bill2-Verhältnis erhöhte sich von 0,91x im Vorjahresquartal auf 0,94x im Berichtsquartal.

Marktüberblick
Die Nachfrage entwickelte sich in sämtlichen ABB-Regionen positiv:

  • Die Region Europa profitierte von der positiven Marktentwicklung in der Industrie und im Transport- und Infrastruktursektor sowie vom zeitlichen Verlauf von Großinvestitionen. Der Auftragseingang verbesserte sich insgesamt um 8 Prozent (18 Prozent in US-Dollar). Die positiven Beiträge aus Großbritannien, Frankreich und Norwegen konnten die Rückgänge in Deutschland und Schweden mehr als ausgleichen. In Großbritannien ging ein Auftrag über 130 Millionen US-Dollar für die Lieferung von Stromübertragungsinfrastruktur für das neue Kraftwerk Hinkley Point C ein, und es gab einen 60 Millionen US-Dollar-Auftrag, um die Anbindung von Hinkley Point C an das nationale Netz zu verbessern. Die Basisaufträge stiegen um 2 Prozent (13 Prozent in US-Dollar), woran Spanien, Frankreich, Norwegen und die Türkei den größten Anteil hatten.
  • Die Region Amerikanischer Kontinent entwickelte sich positiv. Getrieben war die Entwicklung vor allem durch die erhöhte Nachfrage nach Automation im Allgemeinen sowie den Bedarf an energieeffizienten Lösungen für die Industrie und den Transport- und Infrastruktursektor sowie durch die allgemein erhöhte Nachfrage nach Automatisierungstechnik. Der Gesamtauftragseingang wuchs im Berichtsquartal um 4 Prozent (6 Prozent in US-Dollar). Die Basisaufträge erhöhten sich hauptsächlich aufgrund der lebhaften Nachfrage in den USA, in Brasilien und Kanada um 3 Prozent (5 Prozent in US-Dollar). In den USA wuchsen die Gesamtaufträge und die Basisaufträge um 3 Prozent (4 Prozent in US-Dollar).
  • In der Region Asien, Naher Osten und Afrika (AMEA) legten die Gesamtaufträge um 2 Prozent zu (2 Prozent in US-Dollar), hauptsächlich durch das beträchtliche Wachstum in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Südafrika und in Australien. Saudi-Arabien verzeichnete dagegen einen Rückgang. In China gab der Auftragseingang insgesamt leicht nach, da die um 10 Prozent verbesserten Basisaufträge (12 Prozent in USDollar) die rückläufigen Großaufträge nicht ausgleichen konnten. In Indien blieben die grundlegenden Nachfragefaktoren positiv, konnten die Auswirkungen der Einführung der neuen landesweiten Mehrwertsteuer (Goods and Services Tax) jedoch nicht kompensieren. Die Basisaufträge legten in der Region 12 Prozent zu (11 Prozent in US-Dollar), gestützt auf positive Beiträge aus China, Australien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

In den drei zentralen Kundensegmenten von ABB entwickelte sich die Nachfrage positiv:

  • Versorgungsunternehmen nahmen weiterhin gezielte Investitionen zum Aufbau neuer Kapazitäten in Schwellenmärkten, zur Modernisierung alternder Energieinfrastruktur in entwickelten Märkten und zur weltweiten Integration von erneuerbaren Energien vor. Darüber hinaus investieren sie in Automatisierungs- und Steuerungslösungen zur Verbesserung der Stabilität des Stromnetzes.
  • In der Industrie wurde erneut in Robotik- und Maschinenautomatisierungslösungen für die
    Automobilindustrie und die allgemeine Industrie investiert. Die Prozessindustrie, vor allem der Öl- und Gassektor, blieb dagegen insgesamt verhalten – mit einzelnen Investitionen insbesondere in Service- und Produktivitätsverbesserungen.
  • Der Transport- und Infrastrukturmarkt bot ein uneinheitliches Bild. Lösungen für die Gebäudeautomation und für Energieeffizienzverbesserungen wurden erneut stark nachgefragt. Der Marinesektor, mit Ausnahme des Segments der Kreuzfahrtschiffe, erfuhr aufgrund des schwachen Öl- und Gas- sowie Frachtschiffsektors einen deutlichen Abschwung. Rechenzentren und Ladegeräte für Elektrofahrzeuge erwiesen sich im Berichtsquartal erneut als Highlights.

Umsatz
Der Umsatz erhöhte sich im dritten Quartal 2017 um 3 Prozent (6 Prozent in US-Dollar). Er stieg in den Divisionen Elektrifizierungsprodukte, Robotik und Antriebe sowie Industrieautomation, während er in der Division Stromnetze gegenüber der Vorjahresperiode leicht nachgab. Im Service- und Softwaregeschäft erhöhte sich der Umsatz insgesamt um 2 Prozent (2 Prozent in US-Dollar) und steuerte 17 Prozent zum Gesamtumsatz bei – gegenüber 18 Prozent im dritten Quartal 2016. Der gegenüber der Vorjahresperiode schwächere US-Dollar führte beim Umsatz zu einem positiven Umrechnungseffekt von 2 Prozent. Änderungen im Geschäftsportfolio im Zusammenhang mit der Übernahme von B&R, der Verkauf des Hochspannungskabelgeschäfts sowie die Transformation des
Geschäftsmodells hatten einen positiven Effekt von 1 Prozent auf den Umsatz.

Operatives EBITA
Das operative EBITA erhöhte sich währungsbereinigt um 3 Prozent (6 Prozent in US-Dollar) auf 1.124 Millionen USDollar. Die operative EBITA-Marge betrug 12,9 Prozent und lag damit 0,1 Prozent über dem Wert der Vorjahresperiode. In den Divisionen Industrieautomation und Stromnetze verbesserte sich die Marge gegenüber dem Vorjahresquartal, während sie in der Division Elektrifizierungsprodukte und der Division Robotik und Antriebe leicht nachgab. Gegenüber dem zweiten Quartal 2017 legte die operative EBITA-Marge jedoch zu. Das operative EBITA wurde durch
den positiven Effekt der Nettoeinsparungen und den positiven Volumenbeitrag beeinflusst – dadurch konnten die gestiegenen Rohstoffkosten, die Wachstumsinvestitionen und die Geschäftstransformation mehr als ausgeglichen werden. Der gegenüber dem Vorjahresquartal schwächere US-Dollar führte zu einem positiven Umrechnungseffekt. Auch die Übernahme von B&R und der Verkauf des Hochspannungskabelgeschäfts wirkten sich positiv auf das operative EBITA aus.

Konzerngewinn, unverwässerter und operativer Gewinn pro Aktie
Der Konzerngewinn stieg von 568 Millionen US-Dollar auf 571 Millionen US-Dollar, und der unverwässerte Gewinn pro Aktie lag ebenso wie im Vorjahresquartal bei 0,27 US-Dollar. Der operative Gewinn pro Aktie erhöhte sich von 0,33 USDollar im Vorjahresquartal auf 0,34 US-Dollar im Berichtsquartal – währungsbereinigt2 ein Wachstum von 7 Prozent. Gestützt wurde der Konzerngewinn durch einen positiven operativen Beitrag, dem jedoch im Vergleich zum dritten Quartal 2016 höhere Restrukturierungskosten und restrukturierungsbedingte Aufwendungen, höhere akquisitionsbedingte Aufwendungen und einige nicht-operative Positionen gegenüberstanden.

Cashflow aus Geschäftstätigkeit
Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit ging von 1.081 Millionen US-Dollar in der Vorjahresperiode auf 954 Millionen USDollar zurück. Beeinflusst wurde dieser Wert hauptsächlich durch gestiegene kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die mit zusätzlichen fakturierten Einnahmen im Berichtsquartal und dem Aufbau von Vorräten zur Bedienung des Wachstums zusammenhängen.

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Elektrifizierungsprodukte
Der Gesamtauftragseingang legte 7 Prozent zu (7 Prozent in US-Dollar), getrieben durch die anhaltend lebhafte Nachfrage im Bausektor und in der Energieversorgung, insbesondere in der Region AMEA. Der Umsatz stieg im Berichtsquartal um 5 Prozent (5 Prozent in US-Dollar). Die operative EBITA-Marge verbesserte sich gegenüber dem Vorquartal um 110 Basispunkte, gab im Vergleich zum dritten Quartal 2016 jedoch nach. Ursache hierfür waren höhere Materialkosten, die durch Produktivitätsgewinne und Kostensenkungen nicht vollständig kompensiert werden konnten.

Robotik und Antriebe
Der Auftragseingang erhöhte sich insgesamt um 4 Prozent (5 Prozent in US-Dollar) bei anhaltender Nachfrage nach Robotik- und Energieeffizienzlösungen für die Automobilindustrie und die allgemeine Industrie. Die Nachfrage nach Lösungen für die Prozessindustrie war in der Berichtsperiode stabil bis leicht positiv. Externe Basisaufträge legten erneut zu und stiegen um 7 Prozent (8 Prozent in US-Dollar), während die Großaufträge im Berichtsquartal schwach ausfielen. Der Umsatz erhöhte sich um 8 Prozent (10 Prozent in US-Dollar). Die operative EBITA-Marge verbesserte sich gegenüber dem Vorquartal um 120 Basispunkte, ging im Vergleich zum dritten Quartal 2016 jedoch zurück. Ursache hierfür waren höhere Materialkosten, wodurch die positiven Kostensenkungsmaßnahmen mehr als
aufgehoben wurden.

Industrieautomation
Der Gesamtauftragseingang stieg ohne B&R und Währungseffekte um 14 Prozent. Externe Basisaufträge wuchsen um 4 Prozent, gestützt auf gezielte Investitionen in der Bergbauindustrie und im Segment der Kreuzfahrtschiffe und Spezialschiffe. Inklusive B&R und Währungseffekten erhöhten sich die Gesamtaufträge in US-Dollar um 33 Prozent und die externen Basisaufträge um 23 Prozent. Der Umsatz legte ohne B&R und Währungseffekte 1 Prozent zu und spiegelte das starke Book-and-Bill-Geschäft im Berichtsquartal wider. Inklusive B&R und Währungseffekten verbesserte sich der Umsatz um 15 Prozent in US-Dollar. Die operative EBITA-Marge erhöhte sich auf 12,6 Prozent, was auf die verbesserte Projektausführung, einen positiven Produktmix, die soliden Kosteneinsparungen und Produktivitätsgewinne zurückzuführen ist.

Stromnetze
Der Gesamtauftragseingang wurde durch Verzögerungen bei der Vergabe von Großaufträgen und die Weiterführung des selektiveren Geschäftsmodells beeinflusst. Externe Basisaufträge legten im Berichtsquartal dank Investitionen in Schwellenmärkten 5 Prozent zu (6 Prozent in US-Dollar). Die Division hat das ABB Ability-Angebot weiter ausgebaut und weltweit erfolgreich eingeführt, um die Digitalisierung des Netzes weiter voranzutreiben und ABBs Führerschaft als bevorzugter Partner zu stärken. Der Umsatz gab um 2 Prozent nach (stabil in US-Dollar), bedingt durch den zeitlichen Verlauf der Abwicklung des Auftragsbestands und den geringeren Auftragsbestand infolge des geänderten Geschäftsmodells. Die operative EBITA-Marge erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 9,8 Prozent. Dieser
Anstieg wurde durch Produktivitätssteigerungen, eine verbesserte Projektausführung, Verlagerungen im Portfolio und Kosteneinsparungen erreicht, was die Investitionen mehr als ausgeglichen hat. Das Transformationsprogramm zur Wertsteigerung »Power Up« der Division macht Fortschritte und wird in den kommenden Quartalen weiter konsequent umgesetzt.

Next-Level-Strategie – Stufe 3
ABB konzentriert sich im Rahmen ihrer Next-Level-Strategie auf die drei Fokusbereiche profitables Wachstum, konsequente Umsetzung und bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Im Berichtsquartal hat ABB die Umsetzung ihrer Next-Level-Strategie weiter vorangetrieben und die Schwerpunktverlagerung auf wachstumsintensive Segmente, eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit und den Abbau von Risiken im Portfolio fortgesetzt.

Am 6. Juli schloss ABB die Übernahme von B&R (Bernecker + Rainer Industrie-Elektronik GmbH) ab und stärkte damit ihre Position als zweitgrößter Anbieter von Industrieautomation weltweit. B&R ist der größte unabhängige Anbieter von offenen produkt- und softwarebasierten Lösungen für die Maschinen- und Fabrikautomation weltweit. Das Unternehmen verfolgt ein einzigartiges Geschäftsmodell und erzielt nachhaltiges langfristiges Wachstum. Diese Übernahme schließt die historische Angebotslücke von ABB in der Maschinen- und Fabrikautomation und schafft für Kunden weltweit ein einzigartiges Komplettportfolio in der Industrieautomation. Die Integration von B&R kommt gut voran und ist voll auf Kurs.

Am 25. September kündigte ABB die Übernahme von GE Industrial Solutions (GE IS) an, General Electric‘s (GE) globalem Geschäft für Elektrifizierungslösungen. Der Kaufpreis liegt bei 2,6 Milliarden US-Dollar. GE IS verfügt über starke Kundenbeziehungen in mehr als 100 Ländern und eine etablierte installierte Basis mit starken Wurzeln in Nordamerika, dem größten Markt für ABB. 2016 erzielte GE IS einen Umsatz von rund 2,7 Milliarden US-Dollar und eine operative EBITA-Marge von rund 6 Prozent. Die Transaktion wird sich voraussichtlich im ersten Jahr positiv auf den operativen Gewinn je Aktie auswirken. Im fünften Jahr nach Abschluss der Transaktion sollen jährliche Kostensynergien in Höhe von rund 200 Millionen US-Dollar erzielt werden. Dies wird entscheidend sein, um die Profitabilität von GE IS auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu bringen. Als Teil der Transaktion und der angestrebten Wertschaffung haben beide Unternehmen eine langfristige strategische Lieferbeziehung für Produkte von GE IS und ABB-Produkten vereinbart, die GE heute bezieht. Mit dieser Übernahme stärkt ABB ihre Position als weltweite Nummer 2 in der Elektrifizierung und verbessert ihren Zugang zum attraktiven nordamerikanischen Markt. Aufgrund der Transaktion hat ABB entschieden, den Plan für das zuvor angekündigte Aktienrückkaufprogramm auszusetzen. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2018 erwartet.

In den letzten Quartalen hat ABB ihr neues Digitalangebot ABB Ability auf vielen Kundenveranstaltungen erfolgreich am Markt eingeführt und mit ihrem lösungsbasierten Geschäftsmodell für die industrielle Digitalisierung kontinuierlich Aufträge eingeholt. ABB präsentierte mehr als 180 Lösungen für alle Kundensegmente. Auf dem ABB Innovation & Technology Day im nordamerikanischen Roboterwerk in Auburn Hills, Michigan, USA, zeigte ABB den
Besuchern Umfang und Qualität des Digitalangebots als auch die Größe des Geschäfts in diesem Bereich.

Auch die Stellung von ABB als Pionier im Bereich der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge wurde im Berichtsquartal gestärkt. Es herrscht lebhafte Nachfrage nach den cloudbasierten Ladelösungen auf Basis von ABB Ability, die ein verbessertes Management von Elektrizität, Informationen und Abrechnung ermöglichen. Neben anderen Vorteilen senkt dies die Betriebskosten und maximiert die Verfügbarkeit. Am 20. September gab ABB den Eingang eines Auftrags über 117 Schnellladesäulen für deutsche Autobahnen von einem deutschen Energieversorger bekannt, der 2016 bereits 68 solcher Säulen bestellt hatte.

Das WCP-Programm (White-Collar Productivity) des Unternehmens hat seit seinem Start im Jahr 2015 die Erwartungen übertroffen. ABB ist auf Kurs, um das angehobene Kostensenkungsziel von 1,3 Milliarden US-Dollar innerhalb des ursprünglich angekündigten Zeitrahmens zu realisieren und die ursprünglich veranschlagten Gesamtkosten des Restrukturierungsprogramms und der Umsetzung um rund 240 Millionen US-Dollar zu unterschreiten.

ABB setzt ihr reguläres Kostensenkungsprogramm fort. Durch operative Exzellenz und ein erstklassiges SupplyChain-Management sollen jährliche Einsparungen in Höhe von 3 bis 5 Prozent der Umsatzkosten erzielt werden.

ABB setzt ihr Programm zur Optimierung des Nettoumlaufvermögens fort, mit dem bis Ende 2017 rund 2 Milliarden US-Dollar freigesetzt werden sollen. In den vergangenen 12 Monaten hat ABB durch die Optimierung des Nettoumlaufvermögens 260 Millionen US-Dollar an Cash generiert. Das Unternehmen hat Maßnahmen eingeführt, um die im vierten Quartal zur Erfüllung der Zielvorgabe notwendigen Verbesserungen voranzutreiben.

Kurz- und langfristiger Ausblick
Trotz anhaltender Unsicherheiten sind in Europa und in den USA positive makroökonomische Signale zu sehen, und für China wird fortgesetztes Wachstum erwartet. Die globalen Märkte weisen ein moderates Wachstum auf und werden durch geopolitische Spannungen in verschiedenen Teilen der Welt belastet. Der Ölpreis und Effekte aus der Währungsumrechnung werden das Unternehmensergebnis voraussichtlich weiterhin beeinflussen. 2017 bleibt für ABB ein Übergangsjahr.

Die attraktiven langfristigen Aussichten zur Nachfrage in den drei wichtigsten Kundensegmenten von ABB – Energieversorgung, Industrie, Transport und Infrastruktur – stützen sich auf die Energiewende und die Vierte Industrielle Revolution.

ABB ist mit einer starken Marktpräsenz, der geografisch ausbalancierten Geschäftstätigkeit, dem breiten Portfolio, der Technologieführerschaft und ihrer Finanzkraft gut aufgestellt, um diese Chancen für langfristiges profitables Wachstum zu nutzen.

Weitere Informationen
Die Ergebnisse des dritten Quartals 2017 und die Präsentationen stehen im ABB-Medienzentrum unter www.abb.com/news sowie auf der Homepage von ABB Investor Relations unter www.abb.com/investorrelations zur Verfügung.

Vorbehalte gegenüber Zukunftsaussagen
Die Pressemitteilung enthält Zukunftsaussagen sowie weitere Informationen betreffend den Ausblick für unsere Geschäftstätigkeit, einschließlich der Aussagen im »Kurzfristigen Ausblick«, im »Kurz- und langfristigen Ausblick« und in »Next-Level-Strategie – Stufe 3« der Pressemitteilung. Diese Aussagen beruhen auf gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Voraussagen über Faktoren, die unsere künftige Performance beeinflussen können, darunter auch über die globale Konjunkturlage sowie über die wirtschaftlichen Bedingungen in Regionen und Branchen, die für ABB Ltd die Hauptabsatzmärkte darstellen. Diese Erwartungen, Einschätzungen und Voraussagen werden im
Allgemeinen mit Begriffen wie »erwartet«, »glaubt«, »schätzt«, »strebt an«, »plant«, »zielt darauf ab«, »wahrscheinlich« oder Ähnlichem als solche bezeichnet. Es gibt jedoch viele Risiken und Unwägbarkeiten, wovon viele außerhalb unseres Einflussbereichs liegen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Zukunftsaussagen dieser Pressemitteilung abweichen und welche unsere Fähigkeit, einzelne oder alle der bekannt gegebenen Ziele zu erreichen, beeinträchtigen könnten. Zu den wichtigen Faktoren, die zu solchen Abweichungen führen könnten, zählen unter anderem Geschäftsrisiken im Zusammenhang mit dem volatilen globalen Wirtschaftsumfeld und den politischen Rahmenbedingungen, Kosten aus Compliance-Aktivitäten, die Marktakzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen, Änderungen staatlicher Bestimmungen und Wechselkursschwankungen sowie weitere Faktoren, die von Zeit zu Zeit in der Korrespondenz von
ABB mit der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), unter anderem im ABB-Geschäftsbericht auf Formular 20-F, erwähnt werden können. Obwohl ABB Ltd glaubt, dass die in solchen Zukunftsaussagen enthaltenen Erwartungen auf angemessenen Annahmen beruhen, kann das Unternehmen keine Garantien abgeben, dass sie auch tatsächlich eintreffen werden.

Zürich, 26. Oktober 2017
Ulrich Spiesshofer, Vorsitzender der Konzernleitung

Hinweis: Dies ist eine Übersetzung der englischsprachigen Pressemitteilung von ABB vom 26. Oktober 2017, die unter www.abb.com/news abrufbar ist. Im Falle von Unstimmigkeiten gilt die englische Originalversion.

1Die Darstellung der Wachstumszahlen von Auftragseingang, Basisaufträgen, Umsatz und Auftragsbestand erfolgt auf vergleichbarer Basis (Lokalwährung bereinigt um Akquisitionen und Veräußerungen). Die Wachstumsraten in US-Dollar finden sich in der Tabelle »Die wichtigsten Kennzahlen«.

2 Für eine Überleitung von Nicht-GAAP-Kennzahlen siehe den Abschnitt »Supplemental Reconciliations and Definitions« in der beigefügten »Q3 2017 Financial Information«

3 Das Wachstum des Gewinns pro Aktie wird mit ungerundeten Zahlen berechnet. Das Wachstum des operativen Gewinns pro Aktie auf vergleichbarer Basis ist währungsbereinigt (Wechselkurse von 2014, nicht portfoliobereinigt).

4 Währungsbereinigt (nicht portfoliobereinigt)

Bild: ABB

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