Altersgerechtes Wohnen mit LCN

 

Sicher möchte jeder Mensch lange leben, aber ist das Altwerden auch sicher? Können vielleicht technische Hilfsmittel den Komfort erhöhen und zugleich noch Strom sparen? Intelligente Gebäude, auch »Smart Homes« genannt, sind nicht nur etwas für junge Leute. Gebäudeautomatisierung von LCN kann sowohl älteren als auch körperlich beeinträchtigten Menschen dabei helfen, den Alltag einfacher zu gestalten und die Lebensqualität wesentlich zu erhöhen.


LCN GT8CDie Zielsetzung ist dabei klar. Den Komfort eines Gebäudes oder einer Wohnung steigern und Tätigkeiten, die unter Umständen nicht mehr selbst ausgeführt werden können, automatisieren. Gleichzeitig die Sicherheit erhöhen, um im Alter länger autark zu bleiben. Geringere Energiekosten gibt es noch dazu.

Was ist dafür zu tun? Wichtigster Bestandteil eines intelligenten Gebäudes ist die Vernetzung der verwendeten Komponenten. Dazu zählen zum Beispiel Leuchten, Steckdosen, Jalousien oder Klimageräte. Das geschieht im einfachsten Fall bei LCN über nur eine extra Ader in der Installationsleitung. Zusätzlich werden noch die LCN-Module benötigt. Diese übernehmen die Steuerungs- und Regelaufgaben und können entweder in der Unterputzdose oder in den entsprechenden Verteilungen eingebaut werden. Natürlich lassen sich beide Installationsarten mischen. Die Module werden dann ebenfalls über die Installationsleitung mit den verbauten anderen Komponenten wie Stellantrieben, Relais oder Leuchten verbunden. Die eigentlichen Funktionen werden über eine Parametrierung der Module umgesetzt. Das geschieht per Software, mit der LCN-PRO.

Das LCN-GT10D liefert mit seinem Farbdisplay viele Informationen auf einen Blick.LCN hilft, den Alltag barrierefrei zu gestalten
Menschen sind verschieden und jeder hat individuelle Bedürfnisse an die Ausstattung seines Wohnobjektes. LCN ist flexibel und lässt sich mühelos an diese Wünsche anpassen, erleichtert die Bedienung durch Automatisierung, steuert Stellantriebe und Motoren und bietet Schutzfunktionen wie Notruftaster oder Alarmanlagen. Falls sich die Gegebenheiten ändern sollten, ist es ohne Weiteres möglich, die bestehende Programmierung einfach daran anzupassen. Zur Bedienung des Wohnobjekts steht eine Vielzahl an Systemen zur Verfügung. Die Glastaster der LCN-GT- und LCN-GTS-Serien sind gegenüber herkömmlichen Schaltersystemen besonders anpassungsfähig. Zum einen können mehrere Tastenfelder zusammengelegt werden, so dass eine besonders große Schaltfläche entsteht, zum anderen können die Inlays mit dem LCN-GT-Designer so gestaltet werden, dass die Funktionen auch für Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit oder verminderter Motorik gut zu erkennen und zu bedienen sind. Bestes Beispiel für eine barrierefreie Bedienung ist das LCN-GT3L mit seinen drei großen rechteckigen Tastfeldern, die nicht nur mit der Hand, sondern auch mit dem Ellbogen ohne Kraftaufwand zugänglich sind, dabei aber kein so genaues Anvisieren benötigen.

Das LCN-GT3L ist besonders einfach zu bedienen, auch bei eingeschränkter Motorik.Auch optisch im Vorteil
Durch die Hintergrundbeleuchtung der Tastenfelder wird das Erkennen der einzelnen Tasten noch weiter vereinfacht. Per IR-Fernbedienung LCN-RT, Smartphone oder Tablet lassen sich die einzelnen Funktionen der Räume auch vom Bett oder Sofa aus bequem bedienen. So können unter anderem die Jalousien von bettlägrigen Menschen per Fernbedienung, ohne aufstehen zu müssen, gesteuert werden. Weiterhin lassen sich Funktionen ganz ohne Zutun der Nutzer ausführen. Das Licht lässt sich zum Beispiel per Präsenzmelder einschalten, Jalousien lassen sich anhand der Raumhelligkeit auf- oder abfahren und eine temperaturgeführte Steuerung der Heizung sorgt in jedem Raum, zu jeder Jahres- und Tageszeit, für die jeweils optimale Raumtemperatur.

Unterstützung durch Automation
Wenn die eigene Motorik beeinträchtigt ist, sorgen die LCN-Relaismodule für Bewegung. Mit diesen Aktor-Modulen lassen sich verschiedenste Motoren oder Stellantriebe von Fenstern, Türen oder Jalousien in Gang setzen. Sensorgesteuert können Fenster automatisch geöffnet werden, anhand der CO2-Konzentration des Raumes. Dabei wird der CO2-Gehalt der Raumluft permanent über den CO2-Sensor LCN-CO2 überwacht. Wird ein Grenzwert überschritten, veranlasst die Programmierung das Öffnen der Fenster. Wird der Grenzwert wieder unterschritten, schließen die Fenster automatisch.

Selbst verlegte Schlüssel sind kein Problem, wenn Türen mittels ­Fingerabdruck geöffnet werden können.Sicherheit schafft Lebensqualität
Neben den komfortablen Funktionen lassen sich mit LCN auch eine ganze Reihe an Sicherheitsfunktionen realisieren. Neben der Hintergrundbeleuchtung bieten die Glastaster und Glasinfomodule ein sogenanntes Corona-Licht. Dabei erzeugen die im Rahmen eingebauten LEDs einen Lichtring um den Taster. Dieses Licht kann in der Nacht zusammen mit einem Helligkeitssensor auch als Nachtlicht konfiguriert werden. Dabei werden nur die LEDs im unteren Bereich der Taster aktiviert und leuchten so die nähere Umgebung aus. Natürlich lässt sich auch die in der Wohnung installierte Beleuchtung als Nachtlicht einrichten. Ein Präsenzmelder erkennt, dass der Bewohner aufgestanden ist und schaltet das Licht ein. Nicht aber mit voller Intensität, sondern stark gedimmt. Genau so, dass niemand geblendet wird, der Weg und eventuelle Stolperfallen aber erkannt werden können.

Mehr als nur Automatisierung
Um Wohnungsbrände zu verhindern, lassen sich Steckdosen mit Zeitschaltfunktionen versehen. So kann das Bügeleisen oder die ­Kaffee­maschine nach einer gewissen Dauer automatisch abgeschaltet werden. Ein offen gelassenes Fenster stellt ebenfalls kein Problem mehr dar: Sind die Fenster mit Stellantrieben ausgestattet, kann das Fenster automatisch geschlossen werden. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Außensensoren Regen melden oder der Bewohner beim Verlassen des Hauses oder der Wohnung die »Außer-Haus-Taste« an der Wohnungstür betätigt. Diese sorgt dafür, dass alle Verbraucher abgeschaltet, die Fenster geschlossen werden und die Heizung in einen Energiesparmodus wechselt. Auch Alarmfunktionen lassen sich nun über die entsprechend platzierten Präsenzmelder aktivieren. Sie dienen zugleich für mehr persönliche Sicherheit. Wenn sich bei fehlendem Betätigen der »Außer-Haus-Taste« schon länger niemand mehr in der Wohnung bewegt hat, kann jemand benachrichtigt werden, der mal nach dem Rechten schaut.

Türen verschlossen? Licht ausgemacht? Auch von unterwegs ist das mit wenigen Klicks zu klären – oder nachzuholen.Nicht allein zuhause
Über die globale Gebäudevisualisierung LCN-GVS lassen sich Benachrichtigungen versenden. So kann neben dem Bett ein Taster LCN-GTS2 installiert werden, der als Notruftaster konfiguriert wird. Drückt der Bewohner diesen Taster, kann automatisch eine SMS, E-Mail oder Push-Nachricht auf die Mobiltelefone bestimmter Personen wie Angehörige, Nachbarn oder Rettungsdienste gesendet werden. Per Ereignismelder lassen sich diese Funktionen auch zur Benachrichtigung bei Bränden oder Einbrüchen nutzen. Menschen mit beeinträchtigter Gehörleistung können ebenfalls über bestimmte Ereignisse direkt informiert werden. Wird die Klingel betätigt oder der Rauchmelder springt an, beginnen Leuchten zu blinken, zum Beispiel im Wohnzimmer, und weisen optisch unübersehbar auf das Ereignis hin.

Generationenwechsel als Marktmotor
Bedingt durch den weiter fortschreitenden demografischen Wandel wird sich das Durchschnittsalter unserer Gesellschaft stetig erhöhen. Statistiken der Europäischen Union prognostizieren, dass das Durchschnittsalter der mitteleuropäischen Bevölkerung von rund 42 Jahren im Jahr 2014 auf circa 50 Jahre in 2050 steigen wird. Im gleichen Zuge wird natürlich der Bedarf an Hilfsmitteln kontinuierlich wachsen. Der LCN-Installationsbus ist durch seine enormen Möglichkeiten und seine große Flexibilität in der modernen Gebäudeautomation eines dieser Hilfsmittel. Es ermöglicht auch älteren Menschen oder solchen mit motorischen Einschränkungen, länger selbstständig zu leben, oder auf weniger Hilfestellung angewiesen zu sein. Für mehr Sicherheit und mehr Lebenszufriedenheit. Und das dazu bei geringerem Energieverbrauch.

Autoren: Eike Klingspohn und Rainer Böttchers

    Weiterführende Links

    lcn.de
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