Das wichtigste Bindeglied im Netzwerk: zuverlässige Patchkabel

 

Was nutzt die beste Netzwerkverkabelung, wenn am Patchkabel gespart wird. Die in der Regel vorkonfektionierten Patchkabel werden häufig etwas stiefmütterlich behandelt, dennoch sind sie in der durchgängigen strukturierten Verkabelung eines der wichtigsten Bindeglieder.


Ein Patchkabel dient zur Verbindung von Anschlüssen eines Patchfelds mit Ports eines anderen Patchfelds, zur Verbindung von Anschlüssen eines Patchfelds mit einem Netzwerkverteilergerät (z.B. Switch, Hub oder Router) oder zur Anbindung von Endgeräten an eine Datenanschlussdose.

Der Kabelaufbau ist meist als Twisted Pair ausgelegt und bei Kupferpatchkabel bestehen die Adern im Kabel aus flexiblen Kupferlitzen im Gegensatz zu fest verlegten Kabeln, welche i.d.R. aus massiven Drähten bestehen. Twisted-Pair-Kabel sind genormt und in verschiedene Klassen und Kategorien eingeteilt. Jede Kategorie deckt verschiedene Anforderungsprofile mit bestimmten Qualitätsvorgaben ab (Kategorie 1-7). Für Patchkabel der Kategorien 1 bis 4 gibt es keinen Anwendungsfall mehr, da ihre Leistungsmerkmale den Anforderungen heutiger Netzwerktechniken nicht mehr entsprechen. Gerade noch aktuell sind Patchkabel der Kategorie 5. Bei Neuinstallationen werden daher zwischenzeitlich ausschließlich Patchkabel der Kategorien 6 oder 6A eingesetzt.

Patchkabel Industrie IP67 Cat.6 von Metz Connect (Bild: Metz Connect)Aber auch innerhalb einer Kategorie ist Patchkabel nicht gleich Patchkabel. Bei den Metz Connect-Patchkabel mit RJ45 Stecker spielen dabei verschiedene Qualitätskriterien eine Rolle. Die Kontaktoberfläche sollte mind. 0,75 µm vergoldet und mit 2 µm unternickelt sein. Dies ergibt zusammen mit den entsprechenden Buchsen eine Standzeit von >2.500 Steckzyklen. Wichtig ist auch die Einpresstiefe der Kontakte im Stecker. Die maschinell konfektionierten Stecker von Metz Connect haben gleichmäßig tief eingepresste Kontakte. Sind die Kontakte zu tief eingepresst, haben die Kontakte im Stecker keinen Kontakt in der Buchse. Die Patchkabel von Metz Connect besitzen eine gespritzte flexible Knickschutztülle, durch welche die Patchkabel vor zu hohen Knickbelastungen geschützt werden. Die Knickschutztülle fördert zudem eine bessere Zugentlastung der Kabel/Stecker-Verbindung und bietet zudem einen integrierten Rasthebelschutz.
Im Kupfer-Bereich führt Metz Connect ungeschirmte Cat.6- und geschirmte Cat.6A-Patchkabel in verschiedenen Farben und Längen von 0,5 m bis maximal 30 m im Sortiment. Die Cat.6A-Patchkabel sind für 10Gbit Ethernet (IEEE 802.3an) Übertragungen sowie für Remote Powering (PoE, PoE plus und UpoE) und HDBaseT geeignet. Für den Industrieeinsatz bietet Metz Connect spezielle IP67-geschützte Cat.6-Patchkabel an.

Bei der Übertragung von Strom über Datenleitungen und Anschlusstechnik (Remote Powering) muss auch die Wirkung auf die Steckverbindung beachtetet werden. Nach Steckverbindernorm IEC 60603-7 sind die Kontakte für Ströme bis 1500 mA bei 20°C ausgelegt. Bei einer Umgebungstemperatur von 60°C reduziert sich dies nach Norm auf 1000 mA pro Kontakt.

IEEE 802.3bt sieht eine Strombelastung von 925 mA pro Adernpaar vor. Bei symmetrischer Auslegung der Adernpaare verteilt sich der Strom gleichmäßig auf die beiden Adern zu je 462,5 mA. Alle Kontakte im RJ45-Stecker (nach IEC 60603-7) werden bei 4PpoE mit 90W PSE-Leistung somit mit je 462,5 mA belastet. Bei Umgebungstemperaturen bis 60°C haben die Steckverbinder diesbezüglich genügend Reserve. Im Falle einer Unterbrechung eines einzelnen Leiters steigt allerdings der Strom im verbleibenden Leiter eines Adernpaares auf das doppelte (925 mA) an. Auch dieser Belastung werden die Steckverbinder von Metz Connect gerecht.
Mehr Informationen über die Kupfer-Patchkabel sowie über das breite Sortiment an LWL-Patchkabel gibt es unter www.metz-connect.com.

Bilder: Metz Connect

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