Online Petition

|
+ 0
+ 0

Angesichts der misslichen Lage des österreichischen PV-Marktes richtet die PVA eine Petition an die Österreichische Bundesregierung, mit der Bitte, die Deckelung der Photovoltaik im Ökostromgesetz aufzuheben und eine Entwicklung nach internationalem Vorbild zu ermöglichen. Bis Herbst sollen sich mindestens 10.000 Unterzeichner der Petition anschließen (Foto: Pressetext) Photovoltaik soll auch in Österreich boomen:

 

 Während weltweit die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom boomt, steckt die Photovoltaik in Österreich immer noch in den Kinderschuhen; so kommt Österreich – im Vergleich zu 3.800 Megawatt (MW) installierter Photovoltaik-Leistung in Deutschland – auf gerade sieben MW. Aus diesem Grund hat die PVA im Mai eine Online-Petition auf der Homepage http://www.sonnenzukunft.at für den Ausbau der Photovoltaik gestartet.


 

 

Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) www.bv-pv.at Die Podiumsteilnehmer der Pressekonferenz »Petition – Sonnenstrom (auch) in Österreich« (v.l.n.r).: Martin Aichinger, ertex solartechnik, Vertreter der österreichischen PV-Industrie, Ing. Josef Witke, Bundesinnung der Elektro- und Alarmanlagentechnik sowie Kommunikationselektronik, WKO und Dr. Hans Kronberger, Bundesverband Photovoltaic Austria (Foto: Pressetext). kommentierte die Situation im Rahmen einer Ende Mai stattgefundenen Pressekonferenz gegenüber pressetext folgendermaßen: „Nur mit einer Lupe kann man die installierte Photovoltaik-Leistung im Jahr 2009 in Österreich im Vergleich zu anderen europäischen Ländern erkennen" – Handlungsbedarf sei also mehr als gegeben.

 

 

Martin Aichinger von ertex solar: „Österreich hat eine großartige Photovoltaikindustrie von Wechselrichtern bis Isolierfolien, aber auch eine aufstrebende Modulproduktion, doch weit über 90% der Produkte müssen exportiert werden (Foto: Pressetext). Sauber = wirtschaftlich

„Der Ausbau der Photovoltaik kommt einem Konjunkturpaket gleich", so Kronberger weiter. Die Alpenrepublik gebe jährlich elf Mrd. Euro für Energie aus. Da Österreich am Photovoltaik-Sektor ohnehin sehr stark sei – der Großteil der Produktion geht in den Export – könne bei einer Stärkung der nachhaltigen heimischen Energiegewinnung die Wertschöpfung im Inland bleiben. „Doch dazu ist eine durchgehende Investitionssicherheit notwendig. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die so genannte Deckelung, die für die Photovoltaik 2,1 Mio. Euro jährlich beträgt, abgeschafft werden", führt Kronberger weiter aus. Der Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) startet daher mit der österreichweiten Petition zur Reform des Ökostromgesetzes mit dem Ziel, den hemmenden Deckel der PV-Entwicklung aus dem Gesetz zu streichen. „So wäre es möglich, auch in Österreich einen Durchbruch der Photovoltaik nach internationalem Vorbild zu ermöglichen."

 

Förderung einer sauberen Energiezukunft

„Mehr als 90% der in Österreich produzierten Photovoltaik-Produkte gehen in den „Ein Ökostromgesetz, das mit 2,1 Millionen Euro pro Jahr gedeckelt ist, erstickt den Ausbau der Photovoltaik im Keim“, bemängelt Dr. Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria (Foto: Pressetext). Export", so Martin Aichinger, Vertreter der österreichischen PV-Industrie. Leider fehle es in Österreich an der Möglichkeit, diese Produkte auch auszuprobieren. „Wir wollen jedoch ein wirtschaftliches Betreiben der Photovoltaik möglich machen", erklärt Aichinger.

Kronberger sieht in der derzeitigen Regelung die Gefahr, dass die Alpenrepublik den Anschluss an die internationale Entwicklung endgültig verpasst. „Bis 2015 soll eine Netzparität erreicht werden – dann soll gleich viel Strom vom Dach wie vom E-Werk kommen", erklärt der Experte. „In Südeuropa rechnet man übrigens schon 2012 damit."

 

Auch das heimische Elektrogewerbe kann sich in der zukunftsträchtigen Sonnenstromproduktion ohne Markt nicht etablieren: „Die Stopp and Go-Politik mit Einzelförderaktionen gibt dem Gewerbe keine Planungssicherheit“, kritisiert Ing. Josef Witke, Bundesinnung der Elektro- und Alarmanlagentechnik sowie Kommunikationselektronik, WKO (Foto: Pressetext). Auf Überholspur

„Die Photovoltaik-Industrie wird schon demnächst die Autoindustrie überholen", so Kronberger. „Eine erst vor Kurzem publizierte Studie des Schweizer Bankhauses Sarasin hat darauf hingewiesen, dass diesem Industriezweig weiterhin goldene Zeiten prognostiziert werden." Daher sei es im Zuge der Ökostromgesetz-Novelle im Herbst nötig, einen Durchbruch zu schaffen. „Die unendliche Ressource Sonnenlicht wird der wichtigste Energieträger der Zukunft sein – sauber, krisensicher und preisstabil", meint Kronberger abschließend.

 

 

 

 

www.sonnenzukunft.at

www.bv-pv.at

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren

Google Ads

Kommende Events

Copyright © 1998-2012 Team-i Zeitschriftenverlag